Schulleistungstests

Durch genau standardisierte, d.h. genau festgelegte und erprobte Testverfahren wird die Leistungsfähigkeit in einzelnen Schulbereichen, wie z.B. Lesen, Rechtschreibung und Rechnen geprüft und bewertet. Durch einen Vergleich mit Intelligenztests und neuropsychologischen Testverfahren kann eine Teilleistungsstörung im Lesen, Rechtschreibung oder Rechnen festgestellt und notwendige Therapien eingeleitet werden.

Für die Überprüfung der Rechtschreibung werden standardisierte Rechtschreibtest, meist mit Lückendiktaten verwendet. Nach dem Vorlesen des fehlenden Wortes und des ganzen Satzes, muss das Wort in die entsprechende Lücke geschrieben werden. Anschließend werden die Fehler (maximal 1 Fehler pro Wort) gezählt. Diese Fehlerzahl wird in der Normtabelle mit der Fehlerzahl der Kinder verglichen, die zuvor zur Normierung des Tests untersucht wurden. Anhand dieses Vergleichs wird ein Prozentrang der Rechtschreibleistung ermittelt. Der Wert kann zwischen 0 % und 100 % liegen. Ein Prozentrang von 15 bedeutet, dass 15 % der Kinder ebenso viele oder mehr Fehler machen.

Mit Lesetests wird die Lesegeschwindigkeit, die Lesegenauigkeit und das Leseverständnis überprüft. Da auch diese Tests standardisiert sind, kann ebenfalls der Prozentrang des einzelnen Kindes errechnet werden.

Der Test Basiskompetenzen für Lese- und Rechtschreibleistungen (BAKO) überprüft die Basisfertigkeit "phonologisches Bewusstsein". Die einzelnen Testwörter und Laute werden den Kindern von CD vorgespielt. Sollten sich dabei Schwierigkeiten im Bereich der Sprachunterscheidung, des Sprachgedächtnisses und der Sprachsynthese zeigen, kann eine Sprachförderung vor Beginn der Lese- und Schreibübungen angezeigt sein.